Candidates of the Future erfolgreich rekrutieren

Talentierte Nachwuchskräfte zu gewinnen setzt Headhunter und Personalmanager zunehmend unter Druck. Der Personal-Engpass durch Fachkräftemangel und demografischen Wandel wird immer größer. Gleichzeitig stellen die jungen Generationen Y und Z völlig neue Anforderungen an die Arbeitgeber als die älteren Fach- und Führungskräfte. Um erfolgreich im War for Talents zu sein, müssen sich Unternehmen und Recruiter den Bedürfnissen der Millennials und Digital Natives anpassen.

Die Machtverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt haben sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Konnten sich die Unternehmen einst aus einer Vielzahl von Bewerbern die besten herauspicken, so ist es heute genau umgekehrt. Deswegen müssen die Arbeitgeber heute aktiv um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte werben. Dabei ist nicht nur ein radikales Umdenken in der Personalstrategie, sondern auch in der Unternehmenskultur gefordert. Beides muss an die Anforderungen und die Werte der neuen Generationen angepasst werden. Anders kann es nicht gelingen, neue gute Mitarbeiter zu rekrutieren und diese vor allem auch langfristig im Unternehmen zu halten.

Doch wie genau ticken Millennials und Digital Natives eigentlich? Welche Werte haben Sie? Wie unterscheiden sie sich? Und vor allem: Was erwarten sie von ihrem Arbeitgeber?

So gewinnen Sie Talente der Generation Y und Z für sich

Generation X: Beruflicher Aufstieg steht an erster Stelle

Lange Zeit konnten sich die Firmen auf die Arbeitskultur der Generation X der zwischen 1965 und 1980 Geborenen verlassen. Die Vertreter der „Generation Golf“ wurden in ihrer Kindheit stark geprägt durch die Wirtschaftskrise. Für die heute 37- bis 52-Jährigen steht der berufliche Aufstieg an erster Stelle. Sie sind ehrgeizig, zielorientiert, technisch versiert und setzen auf Unabhängigkeit, Individualismus und Lebensqualität. Ihr Credo lautet: „Arbeiten, um zu leben.“

Generation Y: Arbeit und Leben verbinden

„Der Generation Y – die Geburten-Jahrgänge zwischen 1980 und 2000 – gehört die Zukunft. Umso bedeutsamer ist es für Unternehmen, diese Generation zu verstehen. Bekannte Motive wie Gehalt und vertikale Karriere scheinen gegenüber Work-Life-Balance sowie Hunger an permanent neuen Impulsen und Erfahrungen in den Hintergrund zu treten“, erklärt Christian Göttsch, CEO & Founder von Experteer. Für die Generation Y gilt das Motto „Arbeit und Leben verbinden“ oder „Arbeit muss Spaß machen“. Dabei sind sie durchaus leistungsorientiert und bereit, sich für das Unternehmen einzusetzen. Wichtige Werte dieser ersten „Digital Natives“ sind Optimismus, Selbstverwirklichung und Teamwork.

Immer mehr Unternehmen haben bereits begonnen, sich auf die Generation Y einzustellen und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das deren Bedürfnissen entspricht. Internet, Smartphones und Laptops machen es möglich dort zu arbeiten, wo man möchte. So ist eine zunehmende Vermischung von Berufs- und Privatleben – das sogenannte Work-Life-Blending – möglich. Flexible Arbeitsmodelle, leistungsbezogene Boni sowie Open-Space-Strukturen stehen hoch im Kurs.

Generation Z: Klare Trennung von Beruf und Freizeit

Die neuen Fach- und Führungskräfte von morgen stellen die Arbeitgeber bereits heute vor ganz neue Herausforderungen. Die nach 1995 geborene „Generation YouTube“ steckt gerade noch im Studium oder machen schon erste Schritte auf dem Arbeitsmarkt mit anspruchsvollen Werten und Job-Erwartungen. So stehen bei den heute bis 23-Jährigen Freizeit, Familie und Freunde ganz klar vor Beruf und Karriere auf der Werteskala. Dennoch dürfen Selbstverwirklichung, beruflicher Freiraum, vor allem aber auch Sicherheit und klare Strukturen im Beruf nicht fehlen.

„Diese neue Generation hat erkannt, dass die Träume der Älteren nur selten Realität werden. Sie hat immer weniger Bindungen an Unternehmen und Marken, aber auch immer weniger Interesse an Führungsverantwortung und flexiblen Arbeitszeiten. Sie will klar zwischen Arbeitswelt und Privatleben in der eigenen kleinen Welt trennen, will sich aber – allerdings in einem geregelten Rahmen – durchaus in Unternehmen einbringen“, erklärt Personalexperte Christian Scholz, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes.

Fazit

Der richtige Umgang mit den neuen Generationen Y und Z stellt die Arbeitgeber immer wieder vor neue Herausforderungen. Schließlich unterscheiden sie sich in ihren Wünschen und Werten nicht nur deutlich von der Vorgänger-Generation X, sondern weisen auch untereinander große Differenzen auf. Doch wer in Zeiten eines immer mehr zum Problem werdenden Fachkräftemangels erfolgreich im War of Talents sein will, kommt nicht daran vorbei, sich den unterschiedlichen Bedürfnissen der Generationen anzupassen.

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Über den Headhunter of the Year- Award

Der „Headhunter of the Year“-Award kürt die besten Personalberatungen in Deutschland für herausragende Leistungen in fünf verschiedenen Kategorien: Candidate Experience, Executive Search, Recruiting Innovation, Best eBrand und Best Newcomer.

Ziel des Awards ist es, hohe Qualität und Professionalität von Personalberatungen zu würdigen, die Vordenker herauszustellen und Innovationen in der Personalberatungsbranche zu fördern. Mit der Gala Veranstaltung zur Verleihung der Awards hat sich Experteer zum Ziel gesetzt, eine Plattform für die Personalberaterbranche zu etablieren, die den intensiven Austausch und den Bau neuer Netzwerke ermöglicht.